Arbeitspaket B: Entwicklung von Hilfsmitteln für die Durchführung von wirtschaftlichen integralen Gebäudesanierungen im NWG-Sektor

Ein wesentliches Hemmnis bei der Umsetzung von integralen Gebäudesanierungskonzepten sind fehlende Erfahrungen hinsichtlich der Belastbarkeit von Energiebedarfsprognosen. Das Projekt EDLIG wird Geschäftsmodelle entwickeln, bei denen die Prognose des künftigen Energiebedarfs ausreichend belastbar sein muss um darauf ein Finanzierungsmodell aufzubauen. Belastbare Einsparberechnungen sind die Voraussetzung um Risiken für das Eintreten der Einsparungen zu minimieren. Die Methodik des AP B sieht vor,  die Prognosegenauigkeit von Berechnungsmodellen anhand abgeschlossener integraler Sanierungsprojekte nachzuvollziehen und zu optimieren. 

Auf Basis der Ergebnisse aus AP A, der Best-Practice Erfahrungen der EDLIG- Arbeitsgruppen-mitglieder sowie der Erkenntnisse der Annex 61- Projektpartner wird eine Methodik zur Erstellung von wirtschaftlich optimierten Konzepten  für die integrale Sanierung öffentlicher Liegenschaften entwickelt.

Hierbei werden die einzelnen Schritte für die Erstellung wirtschaftlich optimierter Konzepte zur integralen Gebäudesanierung betrachtet. Es werden Berechnungsmethoden darauf hin untersucht wie genau sie in der Lage sind den künftigen Energiebedarf möglichst genau zu prognostizieren.

In einem ersten Schritt wird in einer Recherche nach vorhandenen Studien und Forschungsarbeiten gesucht, die sich mit der Genauigkeit von Energiebedarfsprognosen auseinander gesetzt haben. Anschließend wird für die im AP A ausgewählten Gebäudetypen der Energieverbrauch vor und nach der Sanierung in einem geeigneten Berechnungsmodell abgebildet. Hierbei wird auf den Abgleich des gerechneten Bedarfs und des gemessenen Verbrauchs besonderes Augenmerk gelegt  sowie entsprechende Bereinigungsverfahren untersucht. Anschließend werden die Berechnungsverfahren bei weiteren Gebäuden erprobt, bei denen belastbare Verbrauchswerte vor und nach einer durchgeführten Sanierung vorliegen.

Anschließend werden drei Berechnungsprogramme hinsichtlich ihrer Eignung für die Abbildung der Berechnungsmethode untersucht. Ein Programm, TEK- Tool ist in einem vorangegangenen Forschungsprojekt des BMWi entwickelt worden. Das TEK-Tool beruht auf einem vereinfachten DIN 18599 Verfahren. Das zweite Rechentool ist das Passivhausplanungspaket PHPP, das auf den Erfahrungen des Passivhausinstituts Darmstadt bei der Berechnung des Energiebedarfs von Passivhäusern beruht. Inzwischen bietet  PHPP auch ein erprobtes Rechenverfahren für die Sanierung auf Passivhausniveau. Das dritte Rechentool ist eine kommerzielle DIN 18599 Software (Energieberater 18599, Hottgenroth). Die Berechnungsprogramme werden anhand von abgestimmten Bewertungskriterien hinsichtlich ihrer Eignung untersucht. Die Berechnungsprogramme müssen in der Lage sein, Wechselwirkungen zwischen verbrauchsreduzierenden Maßnahmen an der Hülle, der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Einflüsse auf die Gestaltung der Energieversorgung mit hinreichender Genauigkeit abzubilden.

Belastbare Einsparberechnungen sind die Voraussetzung um Risiken für das Eintreten der Einsparungen (Performance-Garantie, Einspar-Garantie) übernehmen zu können und so eines der wesentlichen Hemmnisse bei der Umsetzung von integralen Sanierungskonzepten zu beseitigen.

Meilensteine AP B:

  • B1 Curriculum für den Planungsleitfaden: es wird ein gemeinsamer Planungsleitfaden abgestimmt in dem geeignete Berechnungsverfahren beschrieben werden.  
  • B2 Beginn der Abstimmung mit den Vertretern der öffentlichen Gebäudewirtschaft, den Energiedienstleistern und anderen Stakeholdern auf Grundlage eines ersten Entwurfs des Leitfadens
  • B3 Beschreibung der Mindestanforderungen für die Berechnungsmodelle aus Expertensicht
  • B4 Abstimmung dieser Mindestanforderungen mit Vertretern der  öffentlichen Gebäudewirtschaft , Energiedienstleistern und Projektentwicklern
  • B5 Pflichtenheft für Rechentools: anhand der Beschreibung geeigneter Berechnungsmodelle werden die Mindestanforderungen an geeignete Rechentools beschrieben
  • B6 Übersicht vorhandener Rechentools
  • B7 Erfahrungsbericht der Erprobung vorhandener Rechentools, Abstimmung mit Herstellern zur Ergänzung/ Neugestaltung

Projektpartner AP B:

  • Institut Wohnen und Umwelt (IWU), Darmstadt
  • Passivhaus Institut (PHI), Darmstadt

AKTUELLES

Alle Arbeitsmittel und Präsentationen finden Sie unter DOWNLOADS

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